Grundlagen
Im langjährigen Durchschnitt ist die  Globalstrahlung auf die Erde, abgesehen  von minimalen Schwankungen, gleichbleibend.
Die Sonne schickt uns pro Jahr und m2 1000-1500 kWh. Nach dem neuesten Stand der Technik und in Abhängigkeit der Anwendungen lassen sich davon zur Zeit etwa 300 bis 800 kWh pro m2 im Jahr nutzen.
Mit einer Niedertemperaturheizung (z.B. Fußboden- oder Wandheizung) beheizt 1 m2 Sonnenkollektor ca. 5 m2 Wohnraum. Bei Heizkörpern beträgt das Verhältnis 1 m2 zu 3 m2. Im Bereich Warmwasser rechnet man pro Person mit etwa 75 bis 100 l Speichervolumen des Boilers und ca. 1,5 m2 Kollektorfläche.
 Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Solaranlagen:

1.Thermische Solaranlagen: Vakuumröhrenkollektoren bzw. Flachkollektoren - sie dienen zur Brauchwasserbereitung, Heizungsunterstützung oder zur Schwimmbaderwärmung. Bei thermischen Solaranlagen wird Licht in Wärme umgewandelt.

2. Photovoltaik Solaranlagen: Sie dienen zur Stromerzeugung. Bei PV -Anlagen wird Licht in elektrische Energie umgewandelt.

 Einfluss der Dachneigung:
Grundsätzlich gilt: höchste Energieausbeute bei senkrechter Einstrah-lung auf den Kollektor

Winter: steiler Anstellwinkel von ca. 60° Optimum für niedrigen Winter-sonnenstand

Sommer: flacher Anstellwinkel von ca. 25° Optimum für hohen Sommer-sonnenstand

Ganzjahresbetrieb: optimaler Kompromiss ca. 45°, zwischen 25°-60° Neigungswinkel

 Einfluss der Himmelsrichtung:

Generell hohe Energieausbeute bei Südausrichtung. Ausrichtung um 10 °-20 ° nach West optimal, da hohe Einstrahlung und hohe Außentemperatur zusammenfallen (ca. 14-15 Uhr MEZ). Süd/Ost- oder Süd/West-Ausrichtung ergibt nur ca. 5 % Verminderung. Bei Dachfirst mit Nord/Süd-Ausrichtung ist die Westdachmontage dem Ostdach vorzuziehen. Dach geeignet? - Faustregel Bei 25 ° - 60 ° Dachneigung und Süd/Ost-, Süd-, Süd/West-Ausrichtung ist das Dach solartauglich.

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